Dom- und Kaiserstadt Fritzlar

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  • Das Stadtarchiv Fritzlar

    Die Aufgabe eines städtischen Archivs ist es, das für die Einwicklung der Stadt aussagekräftige Aktenmaterial, soweit es für ihre Verfassung und Verwaltung, das geistige, wirtschaftliche und kulturelle Leben von Bedeutung ist, zu sammeln und sachgerecht aufzubewahren.
     
    Ein Stadtarchiv ist – um es mit einem Wort von Novalis zu sagen – das Gedächtnis der Stadt.
    Hier werden die Dokumente und Urkunden aufbewahrt, in denen sich das wechselvolle Schicksal der Stadt wiederspiegelt.
    Fritzlar ist eine sehr alte Stadt und verfügt über ein reiches historisches Erbe, das bewahrt werden muss.
    Die Anstrengungen hierzu sind beinahe so alt wie die Stadt selbst.
     
    Über das städtische Archiv- oder Kanzleiwesen Fritzlars im Mittelalter – jene Institutionen also, die uns jenes Erbe maßgeblich überliefert haben – wissen wir nur wenig.
    In seiner Studie zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter geht Karl E. Demandt davon aus, dass es schon vor 1232 eine rege urkundliche Schriftlichkeit in „Frideslar“ gegeben hat.
    Nach Einführung von Rat und Bürgermeisteramt im Jahr 1266 wird schon 1274 erstmals ein Stadtschreiber erwähnt:
    Wiegand von Helletal.
     
     Stadtschreiber können mit einer gewissen Berechtigung als die Vorläufer der heutigen Archivare gelten, da ihnen nicht nur die Schriftführung, sondern auch die Verwahrung von Urkunden und amtlichen, d.h. vom Rat der Stadt verfasster, Dokumente oblag.
     
    In der Stadt Fritzlar wurden diese wertvollen und wichtigen Dokumente, Bücher und Urkunden in einer schweren Holztruhe aufbewahrt, die heute im dritten Obergeschoß im Eingangsbereich des Magistratszimmers steht.
    Ein ordentliches Verzeichnis ihres Inhaltes wurde allerdings erst 1935 erstellt.
    Etwa aus dem Jahr 1860 datiert das erste Aktenverzeichnis des Fritzlarer Stadtarchivs.
    Es folgen weitere Repertorien aus den Jahren 1881, 1900 und (wahrscheinlich) 1905.
     
    Das Spitzenhäuschen, heutiger Sitz des Stadtarchivs, im frühen 20. Jahrhundert
    Das Spitzenhäuschen, heutiger Sitz des Stadtarchivs, im frühen 20. Jahrhundert
    Bis zu Umbau und Rekonstruktion des Rathauses 1960-64 lagerte die Stadt Fritzlar ihre Akten wenig sachgemäß in einem heute nicht mehr existierenden Raum im Obergeschoß des damaligen Rathauses.
    Im Vorfeld der Bauarbeiten erfolgten Bestandsverluste, da das Aktenzimmer von unkundigem Personal geräumt wurde.
     

    Ende der 1960er Jahre entschloss sich der Magistrat der Stadt zu einer grundlegenden Bestandsaufnahme und Ordnung der städtischen Akten.

    Zur 1250-Jahrfeier der Stadt im Jahr 1974 konnte das neue Archiv der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Das gleichzeitig erschienene vierbändige Repertorium verzeichnete nunmehr die gesamte, erhaltene archivalische Überlieferung der Stadt Fritzlar bis 1960.

    Untergebracht wurden die Bestände in einem Raum im Erdgeschoß des Rathauses,
    Betreuung und Verwaltung erfolgten durch das Kulturamt.
     
    Seit dem 1. August 1986 bis Ende Mai 2020 wurde diese Tätigkeit durch den hauptamtlich bestellten Archivar und Historiker Clemens Lohmann wahrgenommen.
     
    Organisatorisch teilt sich das Stadtarchiv seit seinem Umzug am 1. Mai 1999 in zwei räumlich voneinander getrennte Bereiche auf. Während der Altbestand bis 1960 im Rathaus verblieb, zogen alle übrigen Funktionsbereiche des Archivs in die eigens zu diesem Zweck hergerichteten Räume in der Spitzengasse um.
    Die im Erdgeschoss befindlichen Räume werden – auch auf Grund ihrer günstigen statischen Bedingungen über einem Gewölbekeller – für die Lagerung der Zeitungen, Zeitschriften und sonstigen Periodika genutzt.
    Im ersten und zweiten Stock sind Magazinräume eingerichtet, u.a. für die Archivalien der 1972 eingemeindeten Stadtteile. Das zweite Geschoss enthält darüber hinaus eine Bibliothek mit Fotoarchiv und Plakatsammlung sowie das Büro des Stadtarchivars Dr. Christian Wirkner.
     
    Das Stadtarchiv Fritzlar versteht sich als eine Anlaufstelle für alle Bürger, die sich für die Geschichte ihrer Stadt und ihre Erforschung interessieren.
     

    Sie erreichen uns unter 05622 – 988-646 oder per E-Mail an stadtarchiv@fritzlar.de



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